Die 4 Jahreszeiten auf dem Bauernhof

Samstag, 1. Dezember 2012 um 13:11
Veröffentlicht in : Die Gruppen

Alles fing im Winter mit einem Brief von Susanne Uhrbrook an.

In diesem Brief erzählte sie uns, dass noch nicht viel zu tun sei auf dem Bauernhof. Alles ruht sich aus. Der Kater liegt faul auf dem Sofa, aber sie freut sich auf uns, wenn wir das erste Mal zu ihr kommen. Im März war es dann soweit. Mit vollgepackten Rucksäcken und guter Laune startete die Autokolonne mit den aufgeregten Hummeln nach Worth zu dem Uhrbrook-Hof. Freudig wurden wir von Susanne begrüßt.

Im Frühling erwachen nicht nur Blumen und Bäume, sondern auch die Tiere streckten ihre Köpfe der Frühlingssonne entgegen. Doch bevor wir die Tiere kennen lernen durften, wurden uns die Bauernhofregeln genau erklärt. Damit die Tiere keine Angst bekommen und wir uns nicht verletzen, darf nicht getobt, geschrien und geärgert werden. Wir versprechen zuzuhören und dann fliegen die Hummeln los. Als Erstes gucken wir uns die Kälbchen an. Die sind aber süß. Wir dürfen ins Maul der Kälber fassen. Die Zunge ist ganz rau und es kitzelt. Sogar ein ganz kleines Kälbchen haben wir uns angeschaut, das wurde erst einen Abend vor unserem Besuch geboren. „Susanne, warum sind Mutter und Kälbchen nicht bei den anderen Kühen?“ „Sie müssen sich noch ein bisschen ausruhen, bevor Sie zu den anderen dürfen!“ Wir gehen jetzt zu den anderen Kühen und gönnen Mutter und Kind noch ein bisschen Ruhe. Sogar füttern dürfen wir die Kühe. Da gibt es Heuspaghetti, Silage, Kuh-Müsli, Kartoffeln und als Nachtisch ein Leckerli, das wir den Kühen direkt ins Maul streuten.

Nun brauchten wir Hummeln auch erst mal eine Stärkung. Mit neuer Energie hieß es dann Kuhstall putzen. Als alles sauber war, lernten wir die Hühner kennen. Susanne erklärt uns die unterschiedlichen Rassen und auch hier war anfassen erlaubt. Die Hühner sind ganz warm und wir merken sogar den Herzschlag. Nachdem wir Sie mit Futter versorgt haben, dürfen wir Eier sammeln. Aus 15 Eiern, gab es am nächsten Tag in der KiTa Rührei, das war sehr lecker.

Im Frühling ging es noch mal los, am 3. Mai erwartete Susanne uns bei den Kühen, doch die kennen wir schon, aber wer grunzt hier so? Die zwei kleinen heißen Rüssel und Schwarte und wer mutig ist, darf sogar zu ihnen in den Stall und sie streicheln. Ganz picksig sind die Borsten.

Mit Eimern gewappnet sammeln wir auf der Kuhweide Gras für die Hühner. Auf dem Rückweg warten ganz viele Kuhfladen auf uns. Wir dürfen reintreten, das ist glitschig und macht einen Riesenspaß. Wie gut, dass es Gummistiefel gibt.

Nach einer kleinen Pause geht es in Gruppen eingeteilt zu einem Feld. Jetzt wollen wir Kartoffeln pflanzen. Mit einer Leine ziehen wir eine Linie damit die Kartoffeln nicht kreuz und quer wachsen. Mit einer Schaufel buddeln wir ein Loch und in jedes kommt eine Kartoffel hinein. Nach getaner Arbeit schicken wir der Kartoffel noch gute Wünsche mit auf Ihren Wachstumsweg.

Im Frühsommer erwartet uns eine ganz große Überraschung. Wir fahren Kuh Taxi. Das war lustig und aufregend zugleich.

Es ruckelte und schaukelt so schön. Am Ziel angekommen, ging es auf Entdeckungsreise. Ganz viele Insekten schwebten in der Luft umher. Es roch alles nach Sommer. Doch vor lauter Staunen durften wir das Gras pflücken nicht vergessen. Mit vollen Eimern ging die Reise zurück zum Bauernhof, wir durften uns hinstellen, die Aussicht war herrlich. Auf dem Hof hieß es aussteigen und die Hasen füttern.

Bevor die Arbeit weiterging stärkten wir uns erstmal. Susanne fragte uns wer uns den Honig schenkt? Natürlich wussten alle Hummeln die Antwort. Die süßen Tiere konnten wir im Schaukasten betrachten. Ein Gesumme und Gebrumme. Wir Hummeln summten jetzt mit Wassereimern zu den Enten, die wollten nämlich ein Bad nehmen.

„Susanne, was machen eigentlich unsere Kartoffeln?“ „Na, kommt mit und lasst uns euer Schild anbringen, dann können wir gleich nach ihnen sehen!“ Hauruck, Hauruck und gekennzeichnet sind 71 Kartoffelpflanzen mit dem Symbol der flotten Hummeln! Das war ein toller Tag.

Im September war es endlich wieder soweit. Bewappnet mit Schaufeln und Schubkarren ging es zum Kartoffelfeld. Wir ernten unsere Kartoffeln.

JUCHHU, so viele sind es geworden.

Nun lernten wir die Kartoffeln zu sortieren in Kuh-kartoffeln (grüne Stellen), schlechte Kartoffeln (matschig) und essbare Kartoffeln. Mit den Kuhkartoffeln fütterten wir gleich die Kühe. Die schlechten kamen auf den Kompost und von den guten Kartoffeln kochten wir in der KiTa leckere Kartoffelsuppe.

Im Projekt „die vier Jahreszeiten auf dem Bauernhof“ war unser letzter Besuch im Herbst.

Bei Susanne angekommen, lauschten wir auf Strohballen sitzend der Geschichte „Die Mäuse ernten einen Kürbis.“
Nachdem die Geschichte geendet hatte, gingen wir auf das Kürbisfeld hinaus. So viele verschiedene Kürbisse hatten die Hummeln noch nie gesehen. Einer war schöner und größer als die anderen. Welchen sollte man da wohl mitnehmen? Als wir alles begutachtet hatten, sollten wir durch Schütteln aus Sahne Butter herstellen. Das war gar nicht so einfach und ganz schön anstrengend, bis wir endlich Butter hatten. Auf dem selbstgebackenen Kürbisbrot von Susanne schmeckte die Butter besonders gut. Nach der leckeren.  Stärkung, bastelten wir jeder eine Maus aus einem Zierkürbis die sahen lustig aus.

Zum Abschied und als Dankeschön für die spannende Erlebnisreise auf dem Bauernhof, bekam Susanne einen selbstgestalteten Kalender von den Hummeln.

Nun war es aus und wir Hummeln fuhren traurig nach Haus. Vielen Dank an die Eltern, die uns in jeder Jahreszeit nach Worth gefahren haben, den Kindern für ihre Neugierde auf etwas Neues  und natürlich ein Dankeschön an Susanne, die uns alles mit viel Geduld erklärt hat.

von Marlene Jonas und Sabrina Putzke

Sie können einen Kommentar, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite hinterlassen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar


Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.